Skip directly to content

BSV Kessin erreicht mit starker erster Halbzeit zweite Pokalrunde

am 20. August 2012 - 12:07

Das Fußball-Spiel im Rahmen der ersten Runde des DFB-Kreispokals am gestrigen Sonntag wurde trotz sengender Hitze - es gab zwei Unterbrechungen, um Flüssigkeit nachzutanken - sowohl vom gastgebenden BSV Kessin als auch von der zweiten Mannschaft des VfB Traktor Hohen-Sprenz engagiert geführt. Die erste Halbzeit gehörte dabei eindeutig den Hausherren um Kapitän Kay Stempnakowski. Im zweiten Durchgang konnte dagegen ein Bruch im Spiel des BSV Kessin beobachtet werden. Vermutlich begünstigt durch den Umbruch im Zuge der Wechsel auf Seiten der Kessiner kamen die Gäste besser in die Partie und konnten die Begegnung zum Ende hin für den neutralen Zuschauer nochmal spannend gestalten. Aufgrund der Torgefährlichkeit und Überlegenheit in den ersten 45 Minuten erreichen die Jungs aus Bandelstorf aber verdient die zweite Pokalrunde.

In den ersten Minuten drehen beide Teams zunächst noch an der Feinabstimmung ihrer jeweiligen Torabschluss-Vorrichtungen. Frank Bauer ermöglicht durch einen Stockfehler die erste Gelegenheit für Hohen-Sprenz (4.), auf der Gegenseite ergibt sich für Kay Stempnakowski die Möglichkeit, fünf Meter vor dem Tor einzuschieben (8.). Beide Chancen werden nicht genutzt. Davon ab findet der BSV besser ins Spiel, erarbeitet sich ein Übergewicht am Ball und ein Plus vor des Gegners Tor. Folgerichtig fällt die Führung bereits nach zehn Minten. Mirko Tausch findet mit Pass in die Nahtstelle eine Lücke in der Abwehr der Gäste, Kay Stempnakowski schließt zum 1:0 ab. Von nun an drängen die Bandelstorfer voller Selbstvertrauen auf den zweiten Treffer. Daniel Lepinat leitet mit seinem Abwurf den Konter über Sebastian Tews ein. Dessen Flanke verlängert Neuzugang Patrick Guth, Kay Stempnakowski kommt zum Schuss, der aber geblockt werden kann (18.). Zwei Minuten später klappt es besser: Eine Ecke von Flügelflitzer Sebastian Tews wuchtet Patrick Guth per Kopf zum 2:0 in die Maschen. Die Möglichkeit zum Anschluss vergibt der Kreisliga-Absteiger kurz darauf. Einen durch Handspiel von Mirko Tausch verursachten Freistoß  lenkt unser Rückhalt Daniel Lepinat spektakulär über den Querbalken (23.). Auch bei einem erneuten Schuss nach ruhendem Ball ist er zur Stelle (34.). Davon unbeeindruckt hält die Elf um Trainer Thomas Guth das Tempo trotz schweißtreibender Rahmenbedingungen unbeirrt hoch, erarbeitet sich weitere Einschussmöglichkeiten und sorgt vor der Pause für die gefühlt komfortable Vorentscheidung. Innerhalb von zehn Minuten markiert unser Capitano dabei drei Treffer. Einen durchdachten Seitenwechsel durch Sebastian Tews nimmt er mustergültig an und schiebt zum 3:0 ein (35.). Fünf Minuten später unterschätzt der Keaper des VfB einen langen Abschlag der Kessiner. Gedankenschnell ist Kay Stempnakowski erneut zur Stelle. Den lupenreinen Hattrick macht der Spielführer der Blau-Weißen dann drei Minuten vor der Pause perfekt - sein Schuss vom Sechszehner markiert den 5:0 Halbzeitstand.

Ein vollkommen anderes Gesicht zeigen unsere Jungs wie eingangs erwähnt nach dem eisgekühlten Pausentee. Trotz zufriedenstellender Leistung von Enrico Dittmann und Mirko Tausch in den ersten 45 Minuten stellen die Kessiner im Bewusstsein des markanten Torepolsters zum Seitenwechsel um. Zunächst kann der BSV aber neue Möglichkeiten generieren. Felix Birkner legt am Strafraum quer auf Dirk Redlich, der mit seinem schwächeren rechten Fuß das Spielgerät knapp über das Ziel befördert (49.). In der Folge sind es vor allen diese beiden Mittelfeldakteure, die für Gefahr sorgen können. Nach Doppelpass mit Dirk Redlich zwingt Felix Birkner den Mann im Trakor-Kasten dazu, das Leder prallen zu lassen (51.). Und auch bei einem Freistoß von Dirk Redlich und dem folgenden Eckball hat der Torwart seine Probleme (57.). Wahrscheinlich muss man den Kessinern in dieser Phase vorwerfen, nicht mehr aus den sich bietenden Chancen gemacht zu haben. Bei nahezu tropischer Hitze gelingt es den Hausherren nun zusehenst weniger, einen kühlen Kopf und die nötige Ordnung zu wahren. Verdientermaßen gelingt dem VfB Traktor Hohen-Sprenz der 5:1 Anschlusstreffer (57.). Zehn Spielminuten später beträgt der Vorsprung des BSV gar nur noch drei Treffer. Dank toller Einzelleistung, der wuchtig platzierte Distanzschuss erlaubt keine Abwehrmöglichkeit, verkürzen die Gäste auf 5:2 (67.). Der VfB hat nun die oft zitierte zweite Luft und drückt engagiert.  Ein Schuss nach Ecke findet noch nicht sein Ziel (72.), ein Konter über drei Stationen wird aber eiskalt zum 5:3 abgeschlossen (83.). Für Entlastung kann Sebastian Tews zwei Minuten vor Ablauf der offiziellen Spielzeit mit einem Torabschluss sorgen. Doch auch der VfB hat noch einmal eine Einschussgelegenheit. Nach Eckball kommen die Gäste zum Kopfball, können diesen aber nicht genau genug platzieren. Während der vierminütigen Nachspielzeit gibt Volleyball-Urgestein Steven Trinks noch zu seinem Pflichtspiel-Debut bei den Fußballern und kommt sogar noch zu einer Großchance. Aus nächster Nähe rutscht im der Ball aber über den Spann (90.+4).

Am Ende bleibt ein zwiespältiger Eindruck, nach kurzer Besinnung überwiegt bei den Kessinern aber die Freude über das Erreichen der zweiten Runde im Pokal.

BSV Kessin - VfB Traktor Hohen-Sprenz II 5:3 (5:0)
AufstellungD. Lepinat - E. Dittmann (46. D. Krosky), F. Bauer, S. Frömel, D. Conrad - S. Tews, M. Tausch (46. M. Guth), D. Redlich, F. Birkner - K. Stempnakowski, P. Guth (90. S. Trinks)
ReserveD. Krosky, M. Guth, S. Trinks
Tore1:0 K. Stepnakowski (10.), 2:0 P. Guth (20.), 3:0 K. Stepnakowski (33.), 4:0 K. Stepnakowski (40.), 5:0 K. Stepnakowski (42.), 5:1 (57.), 5:2 (67.), 5:3 (83.)
KartenD. Conrad (gelbe Karte - taktisches Foul)

 

Kommentare

Bild des Benutzers Thomas Guth

vielleicht hast Du das sogar auf den Punkt gebracht, mit TOREPOLSTER denn es ist keine Umstellung vorgenommen worden. Ihr habt ganz einfach dem Gegner den Raum aufgetan.

Bild des Benutzers Enrico Dittmann

Sehe ich genau wie du. Ich habe es ja auch Umbruch genannt, meinte das personell - eine Umstellung im System gab es ja tatsächlich nicht. Entscheidend war aber wahrscheinlich wirklich die unbewusste Gewissheit zur Pause, dass das Ding durch ist. Und wenn dann doch Gegentreffer fallen, ist es nachvollziehbar, dass der Gegner noch mal Rückenwind bekommt, während man selbst mehr und mehr schwere Beine bei der Hitze hat und nicht mehr den letzten Meter geht.

Sei's drum... auf die erste Hälfte lässt sich aufbauen und wir sind eine Runde weiter. :)

Neuen Kommentar abgeben